„Welche Gemüsesorte weist roh den höchsten Vitamin C – Gehalt auf?“ Das war eine der Fragen, die wir im botanischen Garten in Oldenburg beantworten durften. Richtig, es ist der Grünkohl, auch unter dem Namen Oldenburger Palme oder Braunkohl bekannt.
Ich kenne ihn seit der Kindheit in Verbindung mit Kasseler und Kohlwurst. Lecker! Davon konnten wir uns beim Essen im Ratskeller überzeugen – hier sogar mit Pinkel, einer besonderen Spezialität. Dass der Kohl beim langen Kochen viel von seinen wertvollen Vitaminen verliert, leuchtet ein!
Wir wurden auf Smoothies hingewiesen, mit der gesunden Mischung aus rohem Grünkohl, Banane, Apfel, Orange und Wasser. Wer mag, gibt ein paar Walnüsse dazu. Ein echter Fitmacher, der richtig gut schmeckt. Und alle Vitamine bleiben erhalten! Das können wir in dieser Zeit gut gebrauchen!
Sogar mein Smoothie-kritischer Mann war vom Geschmack begeistert!
Wie oft wirst Du gesehn aus stillen Fenstern, von denen du nichts weißt. Durch wieviel Menschengeist magst du gespenstern, nur so im Gehn.
Dieses Gedicht von Christian Morgenstern (deutscher Schriftsteller, 1871 – 1914) begleitet mich schon lange. Wir werden gesehen aus stillen Fenstern. Andere nehmen uns wahr, unsere Worte und Gesten, Kleines und Großes, Bewusstes und Unbewusstes. Sie nehmen uns wahr als Autofahrerin, Mutter, Nachbarin, Patientin, Kollegin, Kundin, LandFrau, Oma … Was geistert wohl in anderer Leute Köpfe über uns herum? Welche Spuren hinterlassen wir bei Menschen, ohne es zu wissen?
Hier ist der Weihnachtsbrief der Präsidentin des Niedersächsischen LandFrauenverbandes Hannover, Elisabeth Brunkhorst:
Liebe LandFrauen,
als LandFrauen haben wir im vergangenen Jahr wieder einmal gezeigt, wie viel wir gemeinsam bewegen können. Mit Eurem Engagement, Eurer Tatkraft und Eurem Zusammenhalt habt Ihr dazu beigetragen, unsere Gemeinden und Dörfer lebens- und liebenswert zu gestalten. Sei es beim „Tag des offenen Hofes“, bei den Demonstrationen zur Demokratiestärkung und für die Wertschätzung der Landwirtschaft oder bei all den Jubiläen oder KreislandFrauentagen in unserem Verband. Für all das Geleistete danke ich Euch von Herzen,
Wir leben in Zeiten, die von uns nicht nur Flexibilität, sondern auch den Mut verlangen, Verantwortung zu übernehmen. Ihr alle seid durch euer Handeln und Tun ein Vorbild in Euren Gemeinden – ob in der Familie, im Beruf oder im Ehrenamt. Es erfüllt mich mit Stolz, zu sehen, wie Ihr mit Herz und Verstand Verantwortung für die Gemeinschaft tragt. Gleichzeitig wünsche ich uns allen den Mut, uns auch weiterhin mit Eigenverantwortung und Verantwortung anderen gegenüber für ein besseres Morgen einzusetzen. Denn unsere Zukunft gestalten wir – mit neuen Ideen und dem Willen, gemeinsame Lösungen zu finden. Ich stelle mir gerade in diesen Zeiten die Frage: Darf man in Krisenzeiten wie diesen fröhlich sein? Eine besinnliche Weihnachtszeit mit seinen Lieben feiern? Während um uns herum Kriege toben und Menschen vor Katastrophen fliehen?
Mir fällt es schwer, in diesen Wochen unbeschwert zu feiern. Dennoch denke ich: Die Antwort ist ein klares Ja. Denn gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, Licht und Freude in unserem Leben zuzulassen – sei es in einem Lächeln, einem freundlichen Wort oder einem warmen Weihnachtsgruß. Diese kleinen Momente der Fröhlichkeit und Zuversicht sind oft die Funken, die wir brauchen, um neuen Mut zu schöpfen und nach vorne zu blicken.
Mit Eurem Einsatz und Eurer Bereitschaft, Veränderungen mutig anzugehen, sehe ich einer hoffnungsvollen Zukunft entgegen. Lasst uns die Menschen um uns herum wertschätzen und die Freundschaften und Verbindungen, die uns stärken.
Ich wünsche Euch und Euren Familien eine besinnliche Weihnachtszeit, Gesundheit, Glück, einen strahlenden Funken Fröhlichkeit und Zuversicht für das neue Jahr. Möge 2025 uns allen neue Chancen und Hoffnung bringen!
Simply the best! Alle Jahre wieder lese ich zum Nikolaustag die wunderbare Geschichte von der Rose an der Windschutzscheibe, geschrieben von Susanne Niemeyer, freie Autorin, kreative Schreiberin aus Hamburg, die auch andere gerne zum Schreiben inspiriert.
Susanne Niemeyer schreibt von einer Rose, die unter einen Scheibenwischer an der Windschutzscheibe ihres Auos geklemmt war. Eine Rose! Keine Nachricht, kein Gruß, keine Adresse. Einfach so! Wer war der „Rosenkavalier“? Ein heimlicher Verehrer oder einfach ein netter Zeitgenosse? Egal, sie schwebte durch den Tag, mit einem Lächeln im Gesicht. – Sie verspürte den Wunsch Rosen zu kaufen, um sie hinter die Scheibenwischer einiger Autos zu klemmen. Sie könnte etwas an die Türen der Nachbarn hängen, einen Gruß im Briefkasten hinterlassen ….. Sie stellte sich vor, dass der eine oder die andere so überrascht und überwältigt wäre wie sie selbst, als sie die Rose entdeckte.
Wann immer ich diese Geschichte lese, löst sie in mir eine große Freude aus. Ja, ich möchte Menschen heute, am Nikolaustag, eine Freude bereiten, weil ich ahne, wie eine Überraschung das Leben verändern und einen Tag verzaubern kann!
Quelle: Frei nacherzählt aus „Ach!“ – Das kleine Buch vom Staunen, Andere Zeiten, „Rosen“ von Susanne Niemeyer, Seite 20
Heute ist der Tag des Ehrenamtes. Was wäre unsere Gesellschaft, unsere Welt, ohne die vielen Menschen, die sich engagieren. Jeder an seinem Platz, mit seiner Begabung, mit seinen Möglichkeiten. Was wir der Gemeinschaft, der Demokratie, der Menschlichkeit von uns vorenthalten, das wird ihr fehlen. Gemeinsam sind wir stark, wenn sich viele als Teil des großen Ganzen sehen und mitgestalten.
Ich komme von der Adventsfeier der LandFrauen. In einigen Gesichtern war zu lesen, in einigen Gesprächen war zu hören, dass viele beunruhigt sind von den Nachrichten, die uns derzeit erreichen. So viel auf einmal, was unter die Haut geht, was uns den Mut und den Schwung raubt. Wie wird sich unsere Welt entwickeln? Großmutter sagte auf Platt: „Wat wert dorvon?“
Eine fragte: „Können wir überhaupt unbeschwert zusammensitzen, in die Kerzen schauen, singen, genießen und erzählen?“ – Ja, das können wir, das ist sogar unsere Kraftquelle! Wenn wir bei all den Nachrichten, die uns beunruhigen, guter Hoffnung sind, dass es hinter unserem Horizont immer noch weiter geht, noch viel, viel weiter! Wir sind nicht alleine unterwegs, sondern mit dem Anfänger und Vollender allen Lebens!
Mit dieser Hoffnung bleiben wir nicht stehen bei „Da kann man nichts machen!“ Wir tun, was uns möglich ist für ein besseres Heute und Morgen. Und das in einer großen Gelassenheit: „Es kommt auf mich an, aber es hängt nicht von mir ab!“ Alle Ehrenamtlichen grüße ich heute sehr herzlich!!
Nun hängt er wieder auf der Terrasse: der große Herrnhuter Stern! Ein Licht im Dunkeln. Ein Licht, das uns den Weg zeigt zu Frieden, Trost und Menschlichkeit? Mir fallen die „Sternstunden der Menschheit“ ein, geschrieben von Stefan Zweig: 14 Ereignisse, die die Geschichte der Menschheit verändert haben.
Sternstunden wünsche ich mir für unsere Welt. Uneinsichtige kommen zur Einsicht. Die meistens ICH denken, entdecken das Wir. Junge Leute haben innovative Ideen, die der Schöpfung guttun. Menschen, die sich fremd sind, gehen aufeinander zu. Die Mentalität von immer mehr, immer größer, immer schneller ist ein Auslaufmodell – wir fragen nach dem gesunden Maß!
Sternstunden wünsche ich für uns alle! Freunde, mit denen wir im Geist verbunden sind. Vertrauen, lieben und hoffen können in einer Welt, die uns gerade einiges zumutet. Von Gott eine Kraft bekommen, die uns über uns selbst hinauswachsen lässt. Erkennen, dass es hinter unserem Horizont immer noch weiter, noch viel weiter geht.
Der Moment ist in die Geschichte eingegangen: Der französische Staatspräsident François Mitterand und der deutscher Kanzler Helmut Kohl standen am 22.9.1984 in der Nähe von Verdun auf einem riesigen Soldatenfriedhof. Sie blickten auf das Beinhaus, in dem 150 000 junge Männer begraben wurden, die im Wahnsinn des Krieges ihr Leben verloren hatten. Der Trompeter spielte zum feierlichen Totengedenken und dann geschah etwas Wunderbares: François Mitterand griff vorsichtig nach der Hand von Helmut Kohl. Minutenlang standen die beiden Männer da. Nach jahrelanger Feindschaft, nach vielen Kriegen haben sie sich versöhnt und sind Freunde geworden. Sie entdeckten Europa als gemeinsame Heimat.
Es war wie ein Wunder, damals in Verdun. – Trompeter müssen nicht spielen, der Rahmen mag sehr viel bescheidener sein ….. aber vielleicht möchten wir auch dem einen oder der anderen die Hände reichen. „Lass uns wieder näher zusammenrücken.“ – „Lass uns entdecken und suchen, was uns verbindet.“ – „Wie wär’s, wenn wir alte Geschichten ruhen lassen und neue wagen.“
Da ist vieles möglich, wenn einer dem anderen die Hand reicht!
Sie saß neben mir im Zug und faltete Origami-Kraniche. Zwischen Köln und Herford schaffte sie 50 oder mehr. Die Kraniche bekamen einen Platz an den Fenstern, auf den kleinen Ablagen, mit einem freundlichen Gruß bei den Mitfahrenden.
Und dann erzählte die „Falterin“ die Geschichte von Sadako. Sadako war zwei Jahre alt, als die Atombombe über Hiroshima abgeworfen wurde, am 6. August 1945. Zunächst sah alles so aus, als hätte sie die Strahlung gut überstanden. Später erkrankte sie an Leukämie. Im Krankenhaus hörte sie die Legende von den Kranichen: Wenn du 1000 faltest, dann hast du einen Wunsch frei! Sadako faltete so viel sie konnte. Leider starb sie dennoch.
Ihre Geschichte ging um die Welt: Kraniche als Symbol für den Frieden. Kraniche für die regierenden Politiker, gegen Atomwaffen, gegen den Krieg in der Ukraine….. Die Geschichte hat eine Bewegung in Gang gesetzt, die 2024 bis in den Zug von Köln nach Herford reicht, die Mut macht, die Menschen vereint in ihrer Sehnsucht nach Frieden.
Wenn die Kraniche im Frühling aus ihren Winterquartieren zurückkommen, werde ich an Sadako denken!
Die erste Kerze brennt! Licht und Wärme tun gut in dieser Zeit, in der die Nächte lang und viele Nachrichten düster sind.
Mein lieber Mann hat eine Karte zum Advent gestaltet. Beschenktwerden und Schenken ist das Thema. Die wesentlichen Dinge des Lebens werden uns geschenkt: Die täglichen 100 000 Herzschläge, die Zuverlässigkeit, mit der unser kleiner blauer Planet im großen Weltall unterwegs ist, Freundschaft und Liebe. Der „große Schenkende“ meint es gut mit uns. Das ist ein Grund zum Staunen.
Auf vieles haben wir keinen Einfluss, aber der Bereich, in dem wir Weltgestalter und Schenkende sind, in dem es auf uns ankommt, ist groß. Wir können dafür sorgen, dass es hell und menschlich ist in unserem Umfeld, dass sich etwas zum Guten bewegt. Erstaunlich, was alles in uns steckt: Freundin, Tröster, Mutmacherin, Lichtblick, Friedensbote, Anruferin, die mit dem offenen Herzen und der offenen Tür, die im Ehrenamt und mit viel Empathie ….. Wir sind ein Geschenk für die Welt!
Ich wünsche uns jeden Tag frohmachende Entdeckungen! Herzlich willkommen zum Adventskalender 2024.
Es gibt Themen, die attraktiver und angenehmer sind. Viele Frauen schieben es lange vor sich her, sich mit ihrer finanziellen Altersvorsorge zu beschäftigen.
30 „Junge LandFrauen“ waren nach Hannover angereist, um sich von Finanzberaterin Sonja de Vries inspirieren zu lassen, die eigene Altersvorsorge früh genug selbst in die Hand zu nehmen, sich einen Überblick über die eigene finanzielle Situation zu verschaffen. „Wie bin ich im Alter abgesichert?“ – Sie ließen sich beraten, welche Schritte sie unternehmen können, was zu beachten ist!
Es gibt einen großen Nachholbedarf, was die Beschäftigung mit dem Thema Altersvorsorge betrifft. Leider werden auch heute noch viele Frauen – trotz aller Aufklärung – von massiven Problemen überrascht, wenn sie als geschiedene, alleinerziehende Frau oder als Witwe feststellen müssen, dass es eng wird mit dem finanziellen Rahmen, sehr eng. Die Angst vor Altersarmut ist schlimm. Dieses Gefühl, nicht über die Runden zu kommen. In den Räumen des Niedersächsischen LandFrauenverbandes gab es einen lebhaften Austausch, viele Wege wurden aufgezeigt.
Aha-Erlebnisse gab es auch. Jeden Tag ein belegtes Brötchen mit einem Coffee to go zu kaufen, erscheint harmlos für die Haushaltskasse. Im Laufe von 10 Jahren macht das einen Betrag von über 10 000 Euro aus. Wer hätte das gedacht! Die Addition der kleinen Summen erstaunt!!
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