Einfach mal machen…

LandFrau Annemarie Strüber wohnt in der Nähe von Celle.
Sie hat die große Begabung, ihren guten Ideen in eine Aktion umzusetzen.
So entstanden Kochbücher, ein digitaler Adventskalender,
die Begegnung mit jesidischen Frauen, ein Dorfladen, und vieles mehr.
Einfach mal machen …

Hier die Adresse für Kochbücher und gute Ideen:
info@landfrauenkochbuch.de

Überbackene Champignonköpfe

12 große Champignons säubern, Stiele entfernen und in eine gefettete Auflaufform setzen.

Füllung I: Pilzstile und 2 Zwiebeln hacken und in Butterschmalz dünsten. 1 EL Creme fraiche, 1 Bund gehackte Petersilie, 100 g geriebenen Gouda, Salz und Pfeffer. Alles verrühren und die Masse auf den Pilzköpfen verteilen.

oder Füllung II: 200 g Kräuterfrischkäse, 1 gehackte Zwiebel und 1 Eigelb verrühren, mit Salz, Pfeffer, Thymian und Majoran würzen.

Im vorgeheizten Backofen bei 160° Umluft ca. 25 Minuten.

Aus: „Leckerbissen aus dem Backofen“ von Annemarie Strüber, Seite 60)

Gratinierte Kartoffeln mit Mozzarella

Zutaten:

8 Pellkartoffeln vom Vortag, 250 g Mozzarella, 6 Tomaten, 150 g Kochschinken, Salz und Pfeffer, Basilikumblättchen und etwas Olivenöl

Zubereitung:

Pellkartoffeln halbieren, Mozzarella und Tomaten in Scheiben schneiden, Kochschinken würfeln. Kartoffeln mit Tomaten und Käse halbieren, Schinkenwürfel darüber streuen. Mit etwas Salz und Pfeffer bestreuen, mit Basilikumblättchen belegen und etwas Olivenöl.

Bei 200 ° ca. 15 Minuten backen.

aus: „Raffiniertes in Rekordzeit“ von Annemarie Strüber, Seite 57

Sauerkraut-Kartoffelsuppe

Zutaten:

800 g Kartoffeln, 1 Liter Gemüsebrühe, 1 große Dose Sauerkraut, 1 Becher Sahne (200 g), Pfeffer, Salz, Worcestersoße, etwas Wasser oder Weißwein, 2 Eier, Schnittlauch, 1 Becher Schmand.

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und würfen. In der Gemüsebrühe weich kochen und pürieren. Sauerkraut etwas klein schneiden, zusammen mit der Sahne zur Suppe geben und aufkochen lassen. Mit Pfeffer, Salz und Worcestersoße würzen, wenn die Suppe sämig wird. Etwas Wasser oder Weißwein hinzufügen.

Die Eier mit etwas heißer Suppe verquirlen und in die heiße, nicht mehr kochende Suppe rühren. Mit Schnittlauch bestreuen. Schmand in ein Schälchen füllen und zur Suppe reichen.

aus: „Leckere Suppen zum Auslöffeln“ von Annemarie Strüber, Seite 66

Es ist, wie es ist

Sie schaut zurück auf ein bewegtes Leben. Gerda Cordes hat aus 94 Jahren viel zu erzählen.
Ein Satz von ihr begleitet mich, seitdem ich sie kenne: „Es ist, wie es ist!“
Gelernt habe ich, dass es bis ins Alter wichtig ist, gebraucht zu werden, Freundschaften zu pflegen, gut für sich zu sorgen, neugierig zu bleiben – und immer das Beste zu machen aus dem, was ist.

Mini-Schritte

Papa war Zimmermann. Mit 40 Jahren hatte er einen schlimmen Unfall. Beim Aufmaß mit dem Architekten war er vom Dachboden gefallen und seitdem gehbehindert.

Nach langen Krankenhausaufenthalten und inneren Kämpfen hatte er sich mit seinem Handicap arrangiert. Seinen Beruf konnte er nicht mehr ausüben. Das tat weh. Die ganze Familie hat gelitten.

Papa wurde zu einem Meister der kleinen Schritte, konnte mit wenig Krafteinsatz Großes bewegen und erfand kleine und große Hilfsgeräte, um diverse Arbeiten bewältigen zu können. Die „Hebelgesetze“ habe ich durch ihn kennengelernt.

Mich hat beeindruckt, was er durch seine Beharrlichkeit alles geschafft hat, dass er immer dran geblieben ist. „In der Ruhe liegt die Kraft“, so habe ich ihn erlebt. Ob das ein Weg ist, in der Welt etwas zu verändern? Viele Menschen tun das Kleine, das Wenige, das ihnen möglich ist!

Gerne möchte ich dafür werben, dass wir uns Geschichten erzählen von dem, was Menschen mit „Mini-Schritten“ erreicht haben!

Bin im Garten

Der Garten ist für mich zu einem Lieblingsort geworden, Balsam für die Seele, ein Therapeutikum. Wie oft habe ich erlebt, dass der vom vielen Hören, Denken und Grübeln schwer gewordene Kopf wieder frei wurde. „Gärtnern ist mein Yoga“ heißt der Titel eines Buches von Andrea Ballschuh. Dem stimme ich gerne zu.

Im Garten kommen die besten Gedanken und Einsichten. Einfach so, wenn ich gar nicht darauf warte, sondern hacke, harke und dem Gesang der Vögel zuhöre, säe, pflanze und gieße, Rosen schneide und für das Begleitgrün einen anderen Ort suche.

Der indische Philosoph Tagore hat gesagt: „Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten!“ – Ein schönes Gefühl, zwischen dem, was duftet, blüht und schmeckt, weise zu werden, dem Geheimnis des großen Lebens sehr nahe zu sein!

Perlen des Glaubens

18 Perlen an einem Armband stehen für die Themen unseres Lebens.


Wir sind eingeladen, mit uns selbst ins Gespräch zu kommen
mit unserer Unruhe und Sehnsucht, mit Lieben und Loslassen,
mit dunklen und hellen Zeiten….
und Gott mittendrin!

Pastorin Susanne Behnke aus Fuhlen stellt uns die wunderbare Idee des schwedischen Bischofs Martin Lönnebo vor!

Der Tisch ist gedeckt

Das war neu. Gründonnerstag zu Hause und zu zweit! Vom Michaeliskloster in Hildesheim gab es einen Entwurf für die Gestaltung eines solchen Abends in Corona-Zeiten!

„Gott, wir sind hier – du bist hier. Mehr braucht es nicht. In Glauben, Gedanken und Gebet sind wir mit dir verbunden, sind wir mit so vielen verbunden, die wir kennen. Mancher fehlt uns gerade jetzt besonders. Sei du bei uns allen und lass uns deine Nähe spüren.“

Der Tisch ist festlich gedeckt, mit Blumen und dem guten Geschirr, mit einer Kerze und dem besten Rotwein, der im Keller lagerte. Mit Käse und Brot.

Wir erinnern uns an den Abend, an dem Jesus mit seinen 12 Jüngern zum letzten Mal an einem Tisch gesessen und gegessen hat. – Er nahm das Brot, dankte Gott, brach es in Stücke und gab es seinen Jüngern: „Nehmt und esst! Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird!“ Dann nahm er den Kelch mit dem Wein. Er dankte Gott, gab ihn seinen Jüngern und sagte: „Trinkt alle daraus. Das ist der Kelch des Heils! – Solches tut zu meinem Gedächtnis!“

Das war neu: Mein Mann und ich geben uns Wein und Brot. Und Gott ist spürbar nahe, im Wohnzimmer, am Tisch, bei uns Zuhause!

Der Tisch ist gedeckt – für alle, sogar für Judas! Egal, wer wir sind und was wir mitbringen an Geschichten, an Dramen und Kuddelmuddel, an Sehnsucht nach Freiheit, Frieden, Gnade und Liebe. Der Tisch ist gedeckt – für alle! Für die Kinder und Enkel in der Ferne. Für Menschen, die uns nahe sind hier und dort!

Wir beten, singen und sprechen gemeinsam den Segen. Ungewohnt ist das, eine Premiere, aber am Ende sagen wir: „Es wäre schön, wenn wir das öfter mal genießen würden! Das hat sehr gut getan!“

(Wir danken Marianne Gorka und Birgit Mattausch, den Referentinnen für Gottesdienst im Michaeliskloster, für die Vorlage und Inspiration zu unserem kleinen Gottesdienst.)

Hallo, hier spricht dein Einkaufskorb

Auf dem Wochenmarkt ist der Korb schnell gefüllt: 2 Brote, 2,5 Kilo Äpfel, 1 Flasche Blaubeer-Secco, Himbeer-Balsamico, Fisch, Geflügel, Holsteiner Schinken und ein paar griechische Delikatessen.

Nach 300 Metern mit leichter Steigung werden die 6 Kilo Inhalt immer schwerer. Sogar die Luft wird knapper, dabei bin ich doch noch ganz gut beieinander!

Am Auto angekommen, fällt mir ein, dass ich in der Buchhandlung noch zwei Trauerkarten besorgen wollte. Also zurück in die Stadt, Karten aussuchen und wieder zum Parkplatz. Seltsam: Ohne Korb geht es sich viel leichter, schwungvoll, wie von selbst.

Ob mir diese kleine Episode sagen möchte, dass es ein Unterschied ist, mit sechs Kilo mehr oder weniger unterwegs zu sein? Ach, wahrscheinlich habe ich das mal wieder über-interpretiert!