Wenn es dir guttut, dann komm

Offene Häuser sind etwas Besonderes, ein Geschenk für die Welt. Wie oft habe ich eine Einladung nicht ausgesprochen, weil ich keine Zeit für einen gründlichen Hausputz oder ein perfektes Dinner hatte.

Als ob die Menschen so etwas suchen. Sie suchen einen Platz, wo sie reden können, wo sie sich wärmen können, wo ihnen jemand zuhört. Sie suchen ein Welcome an der Tür.

Menschen spüren, ob wir offen und sie willkommen sind. „Komm doch mal vorbei!“. Es tut gut, ein paar Menschen zu kennen, die sich über spontane Besuche freuen, bei denen wir auftanken können, von denen wir anders wieder nach Hause gehen, als wir gekommen sind.

Die besten Begegnungen hatte ich an Küchentischen, ungeplant, herzlich und ehrlich!

Drauf(zu)gänger werden

Es gibt Dinge, die schieben wir immer wieder vor uns her. Bei mir hat die Bugwelle zeitweise eine beachtliche Größe. Die Leichtigkeit des Seins ist etwas anderes.

Ein Seelsorger hat mir gesagt: „Wenn du vor etwas Angst hast, geh drauf zu!“ Die Untersuchung, von der du meinst, sie sei wichtig, geh drauf zu, hol dir einen Termin, damit du Klarheit bekommst. Du verschiebst immer wieder ein wichtiges Gespräch oder einen Krankenbesuch? Geh drauf zu, damit der Kopf frei wird, damit du nicht wie mit angezogener Handbremse lebst.

Wenn du morgens mit der Arbeit beginnst, mach zuerst das Unangenehme, vor dem du dich gerne drückst. Alles andere erledigt sich dann wie von selbst.

Stell dir vor, du machst die Erfahrung, dass mancher, der dir wie ein starker Riese erscheint und dir Angst macht, aus der Nähe betrachtet nur ein kleiner Zwerg ist, der einen langen Schatten wirft.

Das wär doch was, wenn wir in diesem Sinne zu Drauf(zu)gänger würden, im Vertrauen darauf, dass Gott mit uns geht.

Das Weite suchen

Ein Perspektivwechsel tut gut. Das gewohnte Umfeld verlassen, die Verpflichtungen, die Themen des Alltags, Menschen.

Mal auf einen Berg steigen und ins Weite schauen. Felder und Alleen, Hügel und Wiesen sind da. „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, singt Reinhard Mey. „Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man, sind dahinter verborgen, und dann ist alles, was uns groß und wichtig erscheint, auf einmal nichtig und klein!“ – Die Unterlagen für die Steuererklärung sind weit weg, die Gardinen können noch etwas auf das Waschen warten.

Jesus geht mit zwei Jüngern auf den Berg Tabor. Da sehen sie etwas von der Herrlichkeit Gottes. Sie spüren, wie Leben sein kann, wie weit und einladend, wie geborgen und frei. Gern würden sie auf dem Berg bleiben. Aber sie müssen wieder ins Tal mit der Arbeit, mit Menschen, die es schwer haben, mit Müdigkeit und Unvollkommenheit aller Art.

Hat der Berg sie verändert? Die Nähe Gottes? Gehen sie mit neuer Kraft und neuen Gedanken zurück?

Ab und zu das Weite suchen, den Blick von ganz oben, das tut uns gut!

von oben spüren

Es würde manches besser gehen …

Alle wissen es, die Krankenkassen und Sportvereine, die Ärzte und die Weight Watchers: Wir bewegen uns zu wenig! Die trendige Fitness-Uhr zeigt meistens nur 6000 Schritte an, statt der gebotenen 10 000.

Die Bewegung ist eine wichtige Säule der Gesundheit, ein wirksamer Schutz gegen Missmut und Trauerattacken, so heißt es. Der Mensch ist nicht zum Sitzen gedacht. In der Haltung lassen sich Sahnetörtchen und Leberwurstbrote nur schwer verarbeiten – und die vielen Billionen Zellen unseres Körpers werden träge!

Die Verdauungsorgane, die Wirbelsäule, der Muskelapparat – sie alle leben von Bewegung. Auch unser Kopf! Du bekommst ganz andere Gedanken und Ideen, wenn du dich bewegst. Stress wird abgebaut. der Kopf wird frei. Du kommst runter vom Sofa, raus aus dem Schlaffsein. Du wirst drahtig!

„Es würde manches besser gehen, wenn wir mehr gehen würden!“

Selbstgespräche

„Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“, so hat es ein kluger Mann mit Namen Marcus Aurelius gesagt.

Wie hat man uns die Welt gedeutet? Welche Erfahrungen haben uns geprägt? War die Mama mutig oder ängstlich? Sehen wir unser Glas als halb voll oder halb leer? Sehen wir sorgenvoll oder mit Gottvertrauen in die Zukunft? Gehen wir vornehm und liebevoll mit uns oder sind wir unser schärfster Kritiker, nie mit uns zufrieden?

Unsere Gedanken – Pater Anselm Grün spricht von „Einreden“ – bestimmen, wie unsere Tage und Nächte, unsere Begegnungen und Gespräche verlaufen. Sie beeinflussen unsere Laune und Befindlichkeit, unsere Kommentare zu dem, was in der Welt geschieht. Die Dinge sind nicht nur so, wie sie sind, sondern so, wie wir sie sehen!

Ich möchte auf meine Selbstgespräche achten. Vielleicht wird dann aus einem „Das schaff ich sowieso nicht“ ein „Komm, guter Gott, mit dir will ich es wagen. Ich vertraue deinen Möglichkeiten in mir!“

Vorbildlich

Wir kennen ihn als den „Barmherzigen Samariter“. Er ist ein Mann, der wahrnimmt, was ist und tut, was zu tun ist. Er kümmert sich um einen Menschen, der Hilfe braucht. Er versorgt ihn, nimmt ihn mit in ein Gasthaus und bittet den Wirt, ihn solange zu beherbergen, bis er wieder bei Kräften ist. Dafür lässt er sogar etwas Geld da. Und dann zieht er weiter. Er hat Beruf, Familie, Verpflichtungen. (Lukasevangelium 10, 25-36)

Wer eine „Kümmerer-Mentalität“ hat, mit einem hohen Maß an Empathie ausgestattet ist, der tut sich mit dem Weiterziehen schwer, der meint, er müsse „dranbleiben“, es sei nie genug, was er gibt.

Es gibt immer mehr zu tun, als ein Mensch leisten kann. Die Aufgaben sind stets größer als die Kräfte, die wir zur Verfügung haben. Das weiß jede Mutter, jeder Sozialarbeiter, jeder Arzt und Seelsorger. Viele Menschen sind überfordert und leiden unter dem Druck, den sie in Kopf und Magen spüren.

Franklin D. Roosevelt hat gesagt: „Tu, wo du bist, das, was du kannst, mit dem, was du hast.“ Dieser Satz entlastet. Das Kleine, was uns möglich ist, tun. Wir können nicht auf alles reagieren, wir können nicht alle Erwartungen erfüllen, alles Leid mittragen, omnipräsent sein. Wir sind Menschen mit Grenzen und Müdigkeit.

Lasst uns mit Liebe wahrnehmen, was ist und fröhlich anpacken, was in unseren Kräften steht. Hier und jetzt. Wir nutzen die Chance des Augenblicks – und dann ist es gut! Der Mann aus Samarien zeigt uns das in vorbildlicher Weise.

Du selbst ….

Natürlich können wir darauf warten, dass die Welt friedlicher und gerechter wird, dass die Menschen freundlicher werden, Männer sich zu Frauenverstehern entwickeln, wir durch kluge Kommunikation alles zum Guten wenden, was gerade nicht gut ist. Wahrscheinlich werden wir lange – womöglich sogar vergeblich – warten müssen.

Mahatma Gandhi hat gesagt: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt“. Ein kluger Satz, über den wir jeden Tag neu nachdenken können, den wir jeden Tag neu einüben können.

Wie es um unsere Beziehungen zu anderen Menschen bestellt ist, bestimmen wir mit, zu mindestens 50%. Welche Atmosphäre in unserem Umfeld herrscht, bestimmen wir mit.

Manchmal reicht es schon, wenn wir den Tonfall verändern, wenn wir jeden Tag eine halbe Stunde spazieren gehen, wenn wir Karten schreiben mit dem Signal „Ich denke an dich!“.

Wir fangen an, so zu leben, wie wir uns ein sinnvolles, intensives Leben vorstellen – und setzen auf den Domino-Effekt, dass wir damit ganz viel anstoßen und in Bewegung setzen.

Wer noch weiterdenken möchte: „Behandelt die Menschen so, wie ihr von ihnen behandelt werden möchtet!“ (Jesus, nach dem Matthäusevangelium 7, 12)

Antipasti aus dem Backofen

Zutaten:

2 rote Paprika, 2 gelbe Paprika, 2 kleine Zucchini, 8 Champignons, 1 Aubergine, 3 rote Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 1/2 Tasse Olivenöl, Rosmarin, Basilikum, Thymian, Balsamico, Oliven

Zubereitung:

Das Gemüse waschen und in kleine Stücke schneiden. 1/2 Tasse öl in Schüssel mit Knoblauch, Salz, Pfeffer, Rosmarin, Basilikum und Thymian verrühren.

Das Gemüse mit den Zwiebelringen im Ölgemisch vermengen und etwas ziehen lassen. Das Gemüse auf einem Backblech verteilen und 20 Minuten bei 200 ° backen.

In Auflaufform schichten, mit Balsamico beträufeln und einengenden Tag lang durchziehen lassen. Mit Basilikumblättern und Oliven garnieren.

Die Antipasti lassen sich gut vorbereiten und sind sehr lecker.

Amsterdamer Topf

Zutaten:

500 g Bandnudeln, 500 g Hähnchenbrustfilet vom Maishähnchen, 250 g gekochten Schinken, 250 geriebenen Käse, Öl zum Braten. Rosmarin, Salz und Pfeffer, 1/4 Liter Hühnerbrühe, 1/4 Liter Sahne.

Zubereitung:

Die Bandnudeln ich reichlich Salzwasser garen, al dente. Wasser abgießen und abschrecken. 1/3 des geriebenen Käses unter die Nudeln geben.

Das Hähnchenbrustfilet in kleine Stücke schneiden, salzen und pfeffern und in reichlich Rosmarin wenden. Danach kross in Öl anbraten. Den Schinken kleinschneiden.

Eine geräumige Auflaufform einfetten. Die Nudeln einfüllen. Das Hähnchenbrustfilet darauf verteilen, dann den gekochten Schinken.

Die Hühnerbrühe zum Köcheln bringen, dann die Sahne zufügen und reichlich Rosmarin. Die Soße über den Auflauf gießen. Den geriebenen Käse und etwas Rosmarin darüber streuen.

30 Minuten bei 180 ° Umluft in den Backofen.

Das Lieblingsessen der Familie Kuhlmann