100 Dinge, die du nach deinem Tod nicht verpassen solltest

Ein ungewöhnlicher Titel. Fabian Vogt, Theologe, Kabarettist und Autor nahm die Besucher in der Rintelner Nikolai-Kirche mit auf eine spannende Entdeckungsreise. Es ging um verschiedene Jenseitsvorstellungen in den Kulturen der Welt.

In einer berührenden Geschichte erzählte er von Zwillingen im Bauch der Mutter. Sie diskutierten darüber, ob es ein Leben nach der Geburt geben kann. Der eine sagt „Auf jeden Fall“, der andere sagt „Quatsch“. Wie gut, dass ihr Fragen, Empfinden und Zweifeln inzwischen von unserem Wissen überholt sind.

Wir sagen, dass der Mensch mit dem Sterben den Geist aufgibt. Was wäre, wenn der Geist nur den Körper aufgibt? Würde damit die „Mutter aller Ängste“, die Angst vor dem Tod, etwas von ihrem Schrecken verlieren? Was ist, wenn wir verinnerlichen, wie es im Psalm 90 steht: „Lass uns begreifen, dass unser Leben endlich ist, damit wir klug werden und es vernünftig gestalten“? Mit viel Humor, Gesang und Tiefgang prägte sich bei mir ein: Wer glaubt, dass Leben über unseren Horizont hinausreicht, lebt intensiver und gelassener! Er weiß sich auf dem Weg nach Hause, wo alles vollendet wird!!

Herzlichen Dank für einen wunderbaren Abend!

Wie gerne würde ich noch einmal …

Endlich habe ich ihn live gesehen: Den „Wünschewagen“ vom Arbeiter-Samariter-Bund. Er stand in der Nähe des Bückeburger Marktplatzes, begleitet von zwei sehr netten, jungen Damen.

Im dazugehörigen Flyer steht: „Erfüllte Wünsche machen das Abschiednehmen leichter. Deshalb ermutigen wir Menschen in ihrer letzten Lebensphase, sich ihre Träume zu erfüllen. Mit unserem niedersächsischen Herzensprojekt „Der Wünschewagen“ unterstützen wir Schwerstkranke und Sterbende, die sich nicht mehr selbst auf den Weg zu ihrem Sehnsuchtsort machen können.„

An Bord kümmern sich qualifizierte HelferInnen um die medizinisch-pflegerische Versorgung. Willkommen ist auch eine vertraute Begleitperson. Der „Wünschewagen“ ist ein Krankenwagen in gemütlich. Spezielle Stoßdämpfer, eine Musik- und DVD-Anlage und ein besonderes Licht- und Farbkonzept machen die Wunschfahrt zu einem Erlebnis. Und dann geht es an die See, in ein Konzert, ein Fußballspiel oder zur Tante im Allgäu, was auch immer…. Ein wunderbare, berührende Idee!!

Kontakt: www.wuenschewagen.de/niedersachsen

Schönes lieben

„Die Wahrheit erkennen, Schönes lieben, Gutes wollen, das Beste tun.“ – Dieser Spruch begleitet mich seit einigen Wochen. Das sind Worte, nach denen ich gerne leben möchte.

Auf dem Herbstmarkt in Hameln haben die Coppenbrügger LandFrauen ohne Pause Kränze gebunden aus allem, was der Herbst zu bieten hat. Und viele, die Schönes lieben, haben gerne ein kleines Kunstwerk mit nach Haus genommen.

Das Landvolk in Niedersachsen feierte seine 75-jährige Geschichte. Im Gottesdienst am Sonntag war Landesbischof Ralf Meister zu Gast. Er sagte unter anderem: „Wir verdanken unser Leben nicht uns selbst. Wir können zwar einen Arzt bezahlen, aber keine Gesundheit kaufen. Wir können ein Haus mieten, aber kein Zuhause. Das, was unser Leben wirklich im Tiefsten ausmacht, ist Geschenk.“

Unterm Regenbogen

Der Regenbogen ist ein starkes Symbol. Schau hin, da sind Farben am Himmel, obwohl eben noch alles grau in grau war, obwohl Unwetter tobten und du dich gefragt hast: „Was wird davon?“

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8, 22) – Gott sagt mit seinem Bogen: Bei mir ist alles aufgehoben in Zeit und Ewigkeit. So bunt, so voller Trost und Zukunft, voller Geborgenheit und Hoffnung kann das Leben sein mit Gott an unserer Seite. Egal, was ist, wir können niemals herausfallen aus der großen Liebe. Gut, wenn wir das auch für unsere Enkel glauben können.

Dunkle Wolken

Die Nordsee bei Wremen

Dunkle Wolken haben immer etwas bedrohliches. Wenn man weiß, dass über uns unentwegt die Sonne scheint, mit hellem, warmem Licht, dann ist das sehr beruhigend. Ich mag dunkle Wolken.

Klaus-Gerd Kuhlmann

Sei behütet auf deinen Wegen …

Katharinenkirche in Kathrinhagen

Seit vielen Jahren singe ich dieses Lied von Clemens Bittlinger zum Ende des Gottesdienstes. Wie gerne möchten wir unsere Lieben, unsere Welt und uns selbst aufgehoben wissen in etwas Größerem. „Von guten Mächten wunderbar geborgen.“

Der Segen ist keine Rundumversicherung und Glücksgarantie. Noch ist unter jedem Dach ein Ach! Noch werden wir von Krisen geschüttelt. Aber durch den Segen wird uns etwas geschenkt, was wir aus uns selbst nicht haben und nicht wissen können. Er schenkt uns Kraft und Trost, Weisheit, Mut und Gelassenheit. Wir sind nicht allein unterwegs, sondern mit Gott.

Schatzsuche

Mit gefüllten Körben kommen sie aus dem Wald: Die Pilzsucher. Sie sind glücklich, denn die Ernte ist super in diesem Jahr. Die Fundstellen möchten sie geheim halten (soweit das möglich ist), aber eine liebe Nachbarin bringt mir ab und zu etwas von ihrer Beute vorbei: Steinpilze und Maronen.

Mein Lieblingsrezept ist ganz einfach: Die Pilze säubern und kleinschneiden. Eine Zwiebel in etwas Butter dünsten, die Pilze darin schmoren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss Petersilie darüberstreuen. Das ist Genuss zum Verlieben!

Türen machen neugierig

Hier ist noch ein Foto von meinem Mann. Ich finde mich gut wieder in dem, was er schreibt!

Ich finde, dass manche Türen neugierig machen. Wie gerne möchte man sie einen Spalt weit öffnen, um zu sehen, welches Leben sich dahinter versteckt. Ich wünsche Dir, dass Du es wagst, immer neugierig zu bleiben!

Traditionen pflegen

Pastor Robert Dierking, Juliane und Gerald Dohme bei der Ernteandacht in Borstel

Das „Aahnbeia“ hat im Auetal eine lange Tradition. Wie schön, wenn junge Leute Traditionen pflegen. Sie binden den Erntekranz, schmücken die Wagen für den Fest-Umzug – und machen den „Toltermarsch“ von einem Hof zum anderen zu einem besonderen Gemeinschafts-Erlebnis.

2022 waren Juliane und Gerald Dohme auf dem „Sophienhof“ Erntebauern in Borstel. „Sophienhof“ nennen sie den Hof in liebevoller Erinnerung an die Großmutter Sophie. Jahr für Jahr liegt nach der Ernte ein Ährenstrauß auf dem Grab der Großeltern. Eine feine Geste!

Gerald Dohme ist in der Geschäftsführung des Deutschen Bauernverbandes tätig. Kompetent gab er einen Einblick in die Lage der Landwirtschaft und betonte die Verantwortung für die Natur, für das Tierwohl und die Qualität der Lebensmittel. Landwirte sind Landschaftspfleger. Wir verdanken ihnen eine wunderbare Kulturlandschaft.

(Foto: Kerstin Lange)

Da steckt Liebe drin

Der Wandergruppe des LandFrauenVereins Gronau habe ich viel zu verdanken. Ihre Vorsitzende, Elfriede Heuer, schwärmte mir jahrelang etwas vor von der besonderen Gemeinschaft „auf dem Wege“ – von dem, was sie neu entdeckt hatten mitten im Vertrauten. So übernahmen wir diese „Erfolgs-Format“ in unserem Verein und können nur bestätigen: Gemeinsam auf dem Wege sein, suchen, finden, reden, staunen, Freude und Sorgen teilen, das verbindet.

Es war für mich eine große Freude, dass ich die Wandergruppe aus Gronau durch das Wesertal begleiten durfte, zur Hämelschenburg, zum Grohnder Fährhaus und zum Stift Fischbeck. Und dann? Zum Schluss gab es eine Top-Überraschung: Eingemachtes aus den heimischen Küchen: Zwetschgen-Gelee, Brombeergelee, Zwetschgenmarmelade mit Amaretto, Aprikose/Pfirsich/Kiwi-Marmelade, Pflaumenmus, Zucchini-Curry, Quitten-Gelee, Erdbeermarmelade und vieles mehr.

Da steckte so viel Liebe drin in diesem Abschieds-Geschenk. Das hat sehr gut getan und begleitet mich durch den Winter. Herzlichen Dank!