
Die Älteren unter uns werden sich erinnern: Der Spruch stammt aus der Suppen-Werbung. Viele Menschen hat er angesprochen, hat etwas angerührt, das weit über das Essen hinausgeht. Jetzt, im Winter, wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, dann freuen wir uns auf eine kuschelige Decke, einen Platz am warmen Ofen, einen Apfelpunsch oder Glühwein, einen beheizten Autositz. Wärme tut gut. Wir haben es viele Male am eigenen Leib gespürt.
Wenn jemand sagt: „Mir ist kalt!“, dann hat das nicht immer etwas mit niedrigen Temperaturen zu tun. Manches kann uns auch innerlich frieren lassen. Eine Bekannte hatte einige Wochen lang ihre kranke Mutter gepflegt. In dieser Zeit hatte sie fast jeden Abend das Bedürfnis, in die warme Badewanne zu steigen. Sie sehnte sich nach Wärme, Geborgenheit und Entspannung. Was sie Tag für Tag leisten musste, ging über ihre inneren Kräfte.
„Mir ist kalt!“ – In unserer Gesellschaft breitet sich eine „soziale Kälte“ aus. Es fehlen Menschlichkeit und Herzenswärme. Mit manchen Menschen werden wir nicht warm.
Unser Ofen im Wohnzimmer ist ein Ort, von dem viel Wärme ausgeht. Ich liebe ihn. Manchmal wünschte ich mir mehr „wandelnde Kachelöfen“ in unserer Welt: Menschen, in deren Nähe wir auftauen und uns verstanden fühlen. Gerade jetzt, im Advent!






