Ich sehe kein Land mehr

„Ich sehe kein Land mehr“… in Deiner Stimme lag etwas depressives, als Du das sagtest! – „Immer, wenn ich denke, es geht so langsam wieder aufwärts, dann kommt der nächste Dämpfer“.

Ja, da ist vieles, was Dir Deinen Optimismus und Deine Leichtigkeit genommen hat. In den letzten Jahren hat mancher Sturm an Dir gerüttelt. Es gab einiges, das Dich aus Deinem inneren Gleichgewicht gebracht hat.

Wie soll da Vertrauen ins Leben wachsen, wenn immer wieder etwas dazwischen knallt. Woher soll die Kraft kommen, immer wieder aufzustehen und weiter zu gehen?

„Ich sehe kein Land mehr“, das hat schon einmal jemand gesagt. Damals war die ganze Welt von Wasser überflutet. Die Menschen hatten keinerlei Zukunftsperspektive. Es war grauenvoll. Jegliche Lebensgrundlage schien vernichtet. Untergangsstimmung lag in der Luft.

Noah und seine Familie saßen in ihrer Arche. Und sie dachten mit gemischten Gefühlen an die Zukunft. Nüchtern betrachtet war ihre Lage aussiechtslos, hoffnungslos.

Und irgendwann flog eine Taube los und kam mit einem Ölzweig zurück. Es war wieder Land in Sicht! Auch, wenn Noah und seine Leute es selbst noch nicht sehen konnten, irgendwo musste Land sein!

Ich weiß nicht, wie der Ölzweig aussehen kann, den ich dir bringen könnte, um dir zu sagen: Es ist Land in Sicht – für Dich. Es lohnt sich.

Ich kann nicht in Dein Herz sehen, aber ich glaube, dass wir in aller Resignation, die uns bisweilen beschleicht, in einer Arche geborgen
sind.

Es ist Land in Sicht!

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