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Zweiter Advent. Es ist gemütlich im Wohnzimmer. Ofenwärme, Kerzenlicht, Apfelpunsch, der Herrnhuter Stern, acht Jahrgänge Winterausgabe der LandLust zum Schmökern. Von meiner aktuellen Playliste höre ich das neue Lied von Ina Müller: „Dass es gut war“! Manchmal verstehen wir erst im Rückblick, was wir Schönes erlebt haben, was uns das Leben geschenkt hat und wofür wir dankbar sein können.
In dieser Stimmung gehen meine Gedanken zurück an die Freiheit, die wir als Kinder vom Dorf genossen haben. Nachmittage im Wald, auf Bäume klettern, im Sommer Staudämme am Bach und im Winter Schanzen bauen. Im Rückblick weiß ich zu schätzen, wie viel ich meinen Eltern zu verdanken habe – und manchem Menschen, mit dem ich gemeinsame Wege gegangen bin!
Es gab eine Zeit, in der ich mit der Kleidergröße 40 gehadert habe, heute wäre ich dankbar, wenn ich wieder hineinschlüpfen könnte. Wie oft habe ich geschimpft, dass das Tagewerk einer Mutter am Abend entweder aufgegessen ist oder in ein Chaos verwandelt wurde, heute denke ich mit Freude an die Zeit mit vier wunderbaren quirligen Kindern. Es gab Wege, die viel Kraft gekostet haben – sie haben mich stark und lebensklug gemacht. Ina Müller singt: Dass es gut war, merkt man manchmal erst im Rückblick, manchmal erst dann, wenn man es verloren, für immer verloren hat!
Spannend finde ich, dass in der Bibel über jeden Schöpfungstag gesagt wird: „Und Gott sah, dass es gut war!“






