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Faszinierend! Der Jongleur nimmt einen Ball nach dem anderen dazu und hält mit spielerischer Leichtigkeit sieben Bälle in der Luft. Schon beim Zuschauen steigt mein Adrenalinspiegel.
Wir sind nicht im Zirkus, nur im Advent. Erstaunlich, wie viele Bälle manche in der Luft halten, welches Pensum sie sich zumuten: Adventskalender für die Kinder oder Enkel basteln, Hausputz, Kekse backen, Geschenke kaufen, dekorieren, Karten schreiben, Verabredungen zum gemütlichen Beisammensein, Adventsfeiern, vorkochen, denen eine Freude machen, die es gerade schwer haben, Geschenke aus der eigenen Küche vorbereiten, Adventssingen, Nachrichten aus der großen und der privaten Welt verarbeiten, Gottesdienste besuchen, einkaufen …..
„Du hast zu viele Bälle in der Luft!“ sagte meine Mutter manches Mal. Ich hatte das selbst schon gespürt und mein Körper allemal. Heute möchte ich es der einen oder anderen Freundin sagen: „Du hast zu viele Bälle in der Luft!“ Die Adventszeit ist nicht als Hochleistungssport gedacht. Wir können entdecken, dass das Leben ein Geschenk ist. Wir können unseren inneren Reichtum wahrnehmen, das, was alles in uns schlummert. Wir können Musik hören, die unser Herz erreicht – und ahnen, dass oft etwas wesentliches bei uns zu kurz kommt. Wer viel gibt, braucht auch die Gelegenheit viel zu empfangen.
Ich bin gespannt, wie ich diese Adventszeit mit einer gebrochenen rechten Hand erleben werde!






