Bin im Garten

Der Garten ist für mich zu einem Lieblingsort geworden, Balsam für die Seele, ein Therapeutikum. Wie oft habe ich erlebt, dass der vom vielen Hören, Denken und Grübeln schwer gewordene Kopf wieder frei wurde. „Gärtnern ist mein Yoga“ heißt der Titel eines Buches von Andrea Ballschuh. Dem stimme ich gerne zu.

Im Garten kommen die besten Gedanken und Einsichten. Einfach so, wenn ich gar nicht darauf warte, sondern hacke, harke und dem Gesang der Vögel zuhöre, säe, pflanze und gieße, Rosen schneide und für das Begleitgrün einen anderen Ort suche.

Der indische Philosoph Tagore hat gesagt: „Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten!“ – Ein schönes Gefühl, zwischen dem, was duftet, blüht und schmeckt, weise zu werden, dem Geheimnis des großen Lebens sehr nahe zu sein!

Das Orange Sofa – Mehr als Herd und Hofladen

Die Präsidentin der Niedersächsischen LandFrauen Hannover, Elisabeth Brunkhorst, war gemeinsam mit vier Landwirtinnen/Beraterin von Moderatorin Janina Tiedemann zum Orange Sofa – Talk eingeladen. Allesamt starke Persönlichkeiten, kompetent und sympathisch. Es ging um Frauen in der Landwirtschaft und die Liebe zum Land. Es ging um weibliche Gestaltekraft und Stärke.

https://www.youtube.com/watch?v=hH18BwGovYw . #LandFrauen#Talk#OrangesSofa#fraueninderlandwirtschaft

„Ich habe Rücken“

Gestern zum Beispiel, nach einem Tag im Garten. Wenn du aus der gebückten Haltung wieder hochkommst: „Holla, die Waldfee!“ Da kannst du mit dem legendären Horst Schlämmer (der wohl bekanntesten Figur von Hape Kerkeling) sagen „Ich habe Rücken!“ – Sie auch? Willkommen im Club!

Seit 2002 gibt es sogar einen besonderen Tag für den Teil unseres Körpers, der alles tragen muss, was uns das Leben aufgibt: Den Tag der Rückengesundheit am 15. März.

Ich erinnere mich daran, dass meine Eltern zentnerschwere Säcke mit Kohlen oder Getreide geschleppt haben. Vater, der Zimmermann, hat in den ersten Jahren die tragenden Pfetten und Sparren noch mit Muskelkraft aufs Dach gebracht, über eine Leiter.

Heute ist die körperliche Belastung weniger geworden. Zum Glück! Aber seltsam, die Fitness-Studios sind voll von Menschen, die ihre Rückenmuskulatur stärken. Zu wenig Bewegung, zu viel Sitzen, zu viel Arbeit am Bildschirm, zu viel Druck. Immer mehr sagen „Ich habe Rücken!“ Auch viele junge Menschen!

Die Bibel erzählt von einer Frau, die auch „Rücken hatte“. Mag sein, dass es vom Schleppen der schweren Wassergefäße kam. Mag sein, dass sie den Kopf hängen lässt, weil ihr der Mut abhanden gekommen ist. Das Leben hat sie krumm gemacht. Mag sein, dass sie gebeugt ist von Sorgen und Enttäuschungen. Wer weiß, was sie alles im Gepäck hat, welche Traumata, welche Demütigungen……(Lukasevangelium 13, 10-17)

„Ich habe Rücken!“ – Das ist ein geflügeltes Wort geworden. Ich finde es gut, dass wir einen Tag haben, an dem der Rücken im Mittelpunkt steht. Bestimmt braucht er ganz viel Wertschätzung und Liebe.

Weltumspannende Gemeinschaft

Am jedem 1. Freitag im März ist Weltgebetstag! Überall auf der Welt treffen sich Frauen (und mittlerweile auch Männer), die sich verbunden fühlen im Glauben, in der Sehnsucht nach Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität und einem würdevollen Leben. Ein schöner Gedanke: Heute Abend kommen Frauen aus weit über 100 Ländern zusammen!!

Offizielles WGT-Bild

In diesem Jahr lernen wir Frauen aus dem Pazifik kennen, aus VANUATU! Wir hören vom blauen Meer und strahlenden Sonnenschein, von bunten Fischen, faszinierenden Wasserfällen, exotischen Früchten und Korallen. Ein Paradies! Lange Jahre stand Vanuatu ganz oben auf dem „Glücksindex“.

Gleichzeitig hören wir von Zyklonen, von regelmäßigen Erdbeben, von einem Meeresspiegel, der steigt und steigt, von den Spuren, die der Klimawandel hinterlässt. Wir hören von Gewalt gegen Frauen und von einer extrem hohen Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen. Es wächst eine Generation heran, die für sich keine Zukunft sieht.

„Worauf können wir bauen? Was trägt, wenn alles ins Wanken gerät?“ – So fragen die Frauen von VANUATU und lassen uns teilhaben an ihren Sorgen, an ihrer Not und ihrem Glauben.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Weltgebetstages können Frauen an vielen Orten nicht zusammenkommen, um zu beten und zu singen, um gemeinsam Spezialitäten des Landes zu genießen. Eine LandFrau sagte, dass man in ihrer Gemeinde verabredet habe, um 19.45 Uhr vor den Häusern das traditionelle Abschlusslied zu singen. „Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder“.

Wer möchte, kann auf www.weltgebetstag.de den Gottesdienst online mitfeiern.

Auf die Knie gehen

Frühling liegt in der Luft. Die Natur beendet ihren Winterschlaf. Es ist kaum zu fassen, was die Sonne jetzt alles wachküsst – in uns und um uns herum. Sogar der Maulwurf hat’s gemerkt: Auf geht’s!

Ich gehe auf die Knie, um die Fugen im Basaltpflaster von Vogelmiere, Gänseblümchen und Co. zu befreien und um die letzten Laubreste unter Büschen und Bäumen wegzufegen. Die Haltung schont den Rücken, hinterlässt aber großflächige Grasflecken am Knie. Jede Hausfrau weiß: Die sind hartnäckig! Aus Oma’s Trickkiste kenne ich: Gallseife, Butter, frisch gepressten Zitronensaft, Zucker mit Wasser zu Brei verrühren. Der Erfolg ist nicht garantiert! Mit Pre-Wash auch nicht.

So what! Ab heute sage ich: Macht nichts! Die Firma Gucci hat eine neue Kreation herausgegeben. Eine Latzhose aus Bio-Baumwolle mit bleibenden Grasflecken vor dem Knie und auf den Oberschenkeln. Ich stelle mir den Käufer vor als jemand, der zeigen möchte, dass er seine Liebe zur Natur neu entdeckt hat. Urban Gardening! Er möchte zeigen, dass er ein kerniger Bursche ist!

Ich freue mich, dass meine Latzhose mit Grasflecken für mich ab heute 980 Euro wert ist. Sie haben sich nicht verlesen! Und alle, die den Gucci-Style lieben: Kommt, kommt in Scharen, in meinem Garten bekommt ihr die Flecken gratis.

Vielleicht müsste der eine oder andere öfter mal auf die Knie gehen, um die Bodenhaftung nicht zu verlieren!

Bei Anruf: Geschichte

„Das alte Sofa“ bietet 22 amüsante und bewegende Erinnerungsgeschichten vom schönen und manchmal schweren Leben. Viele erzählen aus der Heimat rund um Kleinenbremen, die der Autorin Marlies Kuhlmann viel bedeutet.

Die ehemalige Lehrerin am Rintelner Wirtschaftsgymnasium hat das Schreiben als ihre Profession entdeckt und mittlerweile etliche Bücher veröffentlicht, mit denen sie ihren Lesern viel Freude bereitet.

Eine Idee der Rintelner Koordinatorin Generation 50+, Frau Christel Grannemann-Bülte, hat Marlies Kuhlmann gefallen. In der Corona-Zeit, in der viele ältere Menschen mehr als sonst alleine sind und kaum Gesprächspartner haben, wurde das Angebot „Bei Anruf: Geschichte!“ geboren. An einigen Nachmittagen sind Damen bereit, am Telefon Geschichten vorzulesen. Die ZuhörerInnen können es sich zu Haus bequem machen und niemand schaut auf die Haare, die schon lange auf einen Friseur verzichten mussten. Es gibt ein warmes Getränk, ein paar Kekse und die geliebte Kuscheldecke – ganz nach dem eigenen Gusto.

Marlies Kuhlmann liest gerne vor. Eigene Geschichten wie „Osterfeuer“, „Die Gedanken sind frei“ oder „Brief an Theodor Fontane“ – und auch solche, die von den Anruferinnen gewünscht werden. Im besten Fall ergeben sich rund ums Vorlesen Gespräche über gemeinsame Erinnerungen, Erlebtes und Durchgestandenes. Jemand mag sich etwas vom Herzen reden, was meistens ungesagt bleibt.

Lichtfenster

Täglich sterben Hunderte Menschen an den Folgen des Corona-Virus. Jeden Tag infizieren sich Tausende Menschen neu.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte eine berührende Idee: Er lädt ein, täglich ab 16.30 Uhr ein Licht ins Fenster zu stellen, als Symbol für ein gemeinsames Gedenken in unserem Land.

In seinem Aufruf schreibt er: „Wir stellen ein Licht ins Fenster. Ein Licht der Trauer, der Anteilnahme, ein Licht des Mitgefühls … Wir stellen ein Licht ins Fenster, weil wir wissen: Überall in unserem Land leiden Menschen … Deutschland stellt ein Licht ins Fenster, weil jedes „Lichtfenster“ uns miteinander verbindet … Unser Licht spendet Wärme. Unser Licht zeigt Mitgefühl in der dunklen Zeit … Stellen wir also ein Licht ins Fenster und geben wir acht aufeinander.“