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En beten scheef het Gott leef – 22.12.

Das mit dem Tannenbaum ist so eine Sache.
Früher hat mein Mann ihn alleine ausgesucht.
Er war so groß, oben zu dünn,
die Nadeln waren zu schlapp, um etwas daran zu befestigen.
Er war zu breit, zu schief gewachsen,
die Proportionen stimmten nicht.
Er hatte zwei Spitzen. Ein absolutes no go.

Jetzt fahren wir zu zweit los,
stehen inmitten von 60 wunderschönen Bäumen
und diskutieren so ernsthaft wie über die Zukunft unserer Welt.
Irgendwas ist immer!

Warum bin ich so anspruchsvoll?
Was soll das Theater?

Ich bin doch auch nicht perfekt!
Einzelheiten werde ich ihnen ersparen,
aber eine 20-Punkte-Liste kann ich innerhalb von einer
Minute zusammenstellen.
Von A wie alternde Haut bis Z wie Zellulitis.

En beten scheef het Gott leef.
Ich glaube tatsächlich, dass wir, unvollkommen wie wir sind,
von Gott geliebt werden,
mit der kompletten Biografie.

Von einer schönen Tradition habe ich gehört:
Zu Weihnachten einen Ast aus dem Baum herausschneiden
und ihn auf das Grab eines Menschen legen,
den wir im vergangenen Jahr verloren haben.
Ich werde Mutter einen Ast bringen.
Der Baum hat dann ein Loch.
So ist das Leben.

Reden und reden lassen

Worte wirken.
Worte können wohltun und wehtun.
Sie können Nähe schaffen und Distanz.
Sie können ermutigen oder verunsichern.
Wir können Klärungen schaffen und Missverständnisse in die Welt setzen.
Worte haben eine große Macht.
Sie bestimmen, wie unsere Beziehungen zu anderen Menschen aussehen.

Ein spannender, alltagstauglicher Annäherungsversuch an die Kunst der Kommunikation.

Trag deine Termine mit einem Bleistift ein

Planung muss sein. Natürlich. Damit wir dem Leben Richtung geben können, müssen wir doch wissen, wo wir hinwollen.
Es gibt Familienplanung und Karriereplanung. Mit Akribie planen wir die finanzielle Zukunft, den nächsten Urlaub und die Feier des runden Geburtstages.
Wir tragen unsere Termine in einen Kalender ein, oft lange Zeit im voraus: die Konfirmation des Jüngsten, die Silberhochzeit, Omas 80. Geburtstag, das Vereinsjubiläum.
Planung muss sein. Aber wann ich plane, fällt mir der kluge Mann ein, der mir bei einem Seminar Folgendes gesagt hat: „Wenn du planst und deine Termine in den Kalender einträgst, dann nimm einen Bleistift. Vielleicht musst du noch einmal nachbessern. es kann sein, dass das Leben, dass Gott noch andere Termine für dich vorgesehen hat. Dann fall nicht aus den Wolken. Stell dich früh genug darauf ein, dass sich alles auch ganz anders entwickeln kann, als du es geplant, gewünscht und erhofft hast. Gönn dir diese Nüchternheit. Nimm einen Bleistift!“
Ich sitze vor meinem Kalender, mit Vorfreude, Tatendrang und Nüchternheit.
Oft schon habe ich an den klugen Mann gedacht, wenn alle Planung über den Haufen wurde.

Frisch, fromm, fröhlich, frei

Gott hat uns Menschen die Welt anvertraut, dass wir sie bebauen und bewahren. Er hat uns Geist von seinem Geist gegeben, hat uns ausgestattet mit Fantasie und Begabungen.
Durch unser Denken und Reden, durch das, was wir tun oder nicht tun, entscheiden wir mit, wie die Welt in uns und um uns herum aussieht.
In einem chinesischen Sprichwort heißt es:
„Willst du die Welt verändern, verändere zunächst einmal dein Land.
Willst du dein Land verändern, verändere zunächst einmal dein Dorf.
Willst du dein Dorf verändern, verändere zunächst einmal deine Familie.
Willst du deine Familie verändern, verändere zunächst einmal dich selbst.“

Bis hierher und nicht weiter

Für den Hofübergabevertrag hatte sie  u.a. den Passus gefordert: ’24 Stunden täglich ein Recht auf ein Auto samt Fahrer‘. Darauf hat die Tochter so reagiert: ‚Mutter, wenn du darauf bestehst, kannst du den Hof behalten.‘ Mich hat das lange beschäftigt – und die Konsequenz der Tochter hat mich beeindruckt.

Grenzen sind wichtig, im Baurecht, im Nachbarschaftsrecht, zwischen Staaten. Wenn diese Grenzen überschritten werden, gibt es mehr oder weniger heftige Konflikte, aus denen sich nicht selten sogar Kriege entwickeln. Wir haben oft davon gehört, kennen das Leid.

Damit das Zusammenleben gelingt, müssen wir bestimmte Grenzen beachten. Mütter tun gut daran, wenn sie anklopfen, bevor sie das Zimmer ihres Kindes betreten. Schwiegermütter tun gut daran, wenn sie einer Freundin nicht mal schnell das neue Wohnzimmer der Kinder oder deren Wäscheschrank präsentieren wollen, ohne vorher gefragt zu haben. Nach 22 Uhr sollte man einen Menschen nur noch dann ohne SOS-Meldung anrufen, wenn man das vorher mit ihm angesprochen hat oder seine Lebensgewohnheit sehr genau kennt. In einer Ehe braucht man Freiräume – wer Eigenes hat, hat auch Freude am Gemeinsamen, wer Freiheit genießen darf, freut sich umso mehr auf Nähe. Wer seine Überlegenheit ausnutzt und das Territorium des anderen verletzt, der macht sich schuldig. Wer unter Druck setzt, Privatsphäre oder Menschenwürde nicht achtet, der überschreitet Grenzen! – Ist ja nicht so leicht! Was hätten wir unseren erwachsenen Kindern alles an Lebensweisheitzu vermitteln…. Aber vielleicht möchten sie nicht, dass wir reinreden in ihr Leben. Jede Generation hat ein Recht auf ihre eigenen Erfahrungen!

Auch der Körper setzt Grenzen. Wenn wir die nicht achten, wenn wir uns zu sehr beanspruchen, werden wir das irgendwann schmerzhaft zu spüren bekommen. Wenn wir nicht NEIN sagen mögen (auch auf den mit honigsüßer Stimme gesprochenen Satz: „Überleg doch noch mal, es backt keiner so einen leckeren Butterkuchen wie du“), kann es sein, dass wir  irgendwann überfordert, lustlos und ausgelaugt sind – wen wundert’s! Wenn wir immer nur nett, dabei aber nicht echt sind, kann das nicht ohne Folgen bleiben!

Wir haben Grenzen. Wir dürfen sagen, wozu wir bereit und in der Lage sind – und wozu nicht. Wir dürfen sagen, wie nah wir einen Menschen an uns heranlassen möchten. Bis hierher und nicht weiter!

Ich setze mir neuerdings für bestimmte Arbeiten, mit denen man ohnehin nie fertig wird (die berühmten ‚Gummiband-Arbeiten‘) ein zeitliches Limit (limes = die Grenze). So viel bin ich bereit zu investieren und dann ist es gut! – Von anderen habe ich gehört, dass sie ihrem Kummer sagen: Bis hierher und nicht weiter – oder dass sie es schaffen, Verantwortung für andere bewusst an Gott abzugeben, wenn es ihre eigenen Möglichkeiten übersteigt.

Zum Schluss: Andere haben natürlich auch eine Grenze! Und diese Grenze haben wir zu respektieren. Grenzverhandlungen sind sehr wichtig, damit das Leben gelingen kann. Ich wünsche uns allen viel Erfolg dabei.

König Drosselbart

In unserer Familie war Oma Lina die große Märchenerzählerin. Die Geschichte vom König Drosselbart habe ich besonders geliebt – von der schönen Königstochter, der kein Mann gut genug war. An jedem hatte sie etwas auszusetzen. Der eine war ihr zu dick, der andere zu lang. Einer war zu blass, ein anderer zu dick. Und dann war da noch der Königssohn, dem das Kinn ein wenig krumm gewachsen war. ‚Ei, der hat ein Kinn, wie die Drossel einen Schnabel!‘ – Drosselbart!

Nun habe ich bei einem Seminar gehört, dass unsere Lieblingsmärchen Schlüssel zu unseren Lebensthemen, zu unserer Persönlichkeit sind.  Werner Küstenmacher spricht – was das Märchen vom König Drosselbart angeht – von Personen, denen nichts gut genug ist, die an allem etwas auszusetzen haben, die sehr streng mit sich selbst sind und einen Hang zum Perfektionismus haben. ‚Na‘, denke ich, das passt ja! Bin ich doch oft mein schärfster Kritiker, selten mit mir zufrieden….

Was ist das Geheimnis von Menschen, die viel schaffen und viel erreichen? – Sie sind zufrieden mit dem, was sie leisten, mit dem, was sie sind! Sie haben Mut zur Unvollkommenheit, zum Fragment… Sie können sich abends auf die Schulter klopfen und sagen: ‚Gut gemacht, meine Liebe‘. Ich bewundere alle, die mit dieser Leichtigkeit und Power ihren Weg gehen! – Mir fällt das schwer.

Aber seitdem ich meine Liebe zum Gärtnern entdeckt habe, habe ich wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Alles braucht seine Zeit – ich kann nur wenig dazu beitragen, dass etwas schneller wächst. Du kannst mit 40 noch nicht die Einsichten einer 60-jährigen haben! Die Natur können wir nicht zwingen. Wir können sie nicht in unsere Pläne pressen und unter Druck setzen! Wir tun gut daran, auf sie zu hören, uns mit ihr zu befreunden!

Ich weiß jetzt: Perfektion ist eine Illusion. Chronische Unzufriedenheit verhindert, locker das Nächstliegende zu tun und sich des Lebens zu freuen. Also: Fehler dürfen sein! Gib die zwanghafte Kontrolle auf und öffne dem schöpferischen Chaos die Tür, schwing ein in den Fluss des Lebens, vergiss das Tanzen nicht bei allem Tüchtigsein.  Versöhn dich mit dem, was ist, was du selbst jetzt bist. Das macht dich liebenswert und locker!

Welches ist denn Ihr Lieblingsmärchen?

Wenn sie geliebt werden wollen, müssen sie zuerst die Menschen lieben

Heidi Kabel ist ein Teil meines Lebens. Solange ich denken kann, haben wir nur selten eine Fernseh-Übertragung aus dem Hamburger Ohnsorg-Theater verpasst. Heidi Kabel war eine große Menschendarstellerin, beherrschte die ganze Bandbreite zwischen Lachen und Weinen, großen Gefühlen und kleinen Nickeligkeiten.

Sie spielte mit Herz, wie das Leben so ist. Resolut, überkandidelt, couragiert, schrullig, verlogen, schusselig, bauernschlau. Sie war Klatschbase, Hausdrachen, Intrigantin, die traurige Mutter Klasen – und zeigte, dass hinter der Außenseite des Menschen noch etwas ganz anderes schlummert.

Heidi Kabel gehörte zu der Generation, die gelernt hat,  dass man keine Gefühle zeigt und möglichst alles mit sich selber ausmachen soll.  1970 stand sie in dem Stück „Suuregurkentied“ auf der Bühne, als sie in der Pause die Nachricht vom Tod ihres Mannes erhielt. Was machte sie? Sie spielte weiter… Frauen ihres Alters haben den Kampf ums Überleben gelernt – und die Kunst der Improvisation: aus dem etwas zu machen, was das Leben uns  zur Verfügung stellt.

Aus ihrem Mund stammen Sprüche wie: „Nee, ich bin nie auf die Idee gekommen, mich selbst zu verwirklichen. Dazu hatte ich keine Zeit.“ „Ich habe immer versucht, mit Anstand zu leben, was mir mein Schicksal vorgegeben hat.“

Am 15. Juni ist Heidi Kabel im Alter von 95 Jahren gestorben. Bei der Trauerfeier im Michel trug ihre Tochter das niederdeutsche Gedicht „Harvst“ von J.H. Fehrs vor, das Heidi Kabel sehr liebte. Darin heißt es: „To’t Leven höört de Dood,  so will’t de leve Gott, wi sünd als Bläder op en Boom, dat Leven is en Sommerdroom, vull Radels bet to Enn, vull Radels bet to Enn.“

Kein Mensch hat mich so oft zum Lachen gebracht wie Heidi Kabel. Sie hatte das Herz am rechten Fleck, ist für mich eine wunderbare, starke Frau, ein Vorbild in Sachen „Lebenskunst“. Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Wiederholung vom „Tratsch im Treppenhaus“ – und habe einen Rittersporn in den Garten gepflanzt, ihre Lieblingsblume.

 

 

 

Das Jahr der Rücktritte

Da kann man/frau schon nachdenklich werden: Margot Käßmann, Roland Koch, Horst Köhler, Maria Jepsen, Ole von Beust …… sie alle sind in diesem Jahr von einem Spitzenamt zurückgetreten.

 

Die Gründe sind unterschiedlich:

Eine übernimmt die Verantwortung für einen Fehler, möchte glaubwürdig, authentisch ihren Weg gehen, einer ist amtsmüde oder möchte noch einmal etwas Neues beginnen, einer vermisst den Respekt gegenüber seinem Amt… wir wissen nicht, ob es hinter den genannten Gründen nicht immer noch ganz andere gibt!

 

Das Spitzenpersonal kommt uns abhanden. Auch starke Persönlichkeiten haben eine dünne Haut, reagieren auf Gegenwind, sind nicht immun gegen Kritik und Häme – sind es leid, ständig von allen beobachtet und beurteilt zu werden, stoßen an Grenzen, schmeißen hin – trotz der großen Verantwortung, in die sie gestellt waren.

 

Was ist los im Lande? Nicht nur ganz oben? Ist es ein neuer Trend, die Segel zu streichen, sich nicht behandeln zu lassen, sondern zu handeln?

Wenn immer mehr sagen ‚Macht euren Kram  alleine‘, ‚ihr könnt mich mal‘,  als Ehrenamtlicher im Verein, in den Familien, in den Kirchen, in den Firmenleitungen, als Ehepartner … was dann?

 

Wird zu viel geschimpft über die, die Verantwortung tragen – werden sie zu oft allein gelassen, zu wenig anerkannt und gelobt?

Ist der Druck zu groß – der von außen, oder der, den sie sich selber machen?

Glaubwürdig möchten sie sein….

Das klingt gut , verdient Respekt und Hochachtung!

 

Und gleichzeitig sieht die Wirklichkeit so aus:  Wir Menschen machen Fehler, als Mutter, Arzt, Lehrer, Handwerker, Bischöfin, Politiker oder Manager–

Wir sind empfindlich, unsere innere und äußere Kraft hat Grenzen,

unsere Sichtweise ist nicht die einzig mögliche.

 

Letztlich sind wir alle zu klein für die Wahrheit, für die Liebe, für die Gerechtigkeit, für den Frieden, für das Leben.

In der Bibel begegnen wir Menschen, die im großen Dienst standen und im idealistischen Sinne nicht glaubwürdig waren. Mose, David, Elia, Jona, Paulus, Petrus … und wie sie alle heißen.

Es scheint, als würde Gott uns mit unserer Unvollkommenheit, mit unseren Halbheiten gut gebrauchen wollen, kleine und große Ämter zutrauen.

‚Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig‘. Brauchen wir in unserem Land (in den Medien und im Privaten) eine neue Kultur, mit eigenen und fremden ‚Unvollkommenheiten‘ umzugehen, in denen trotz aller Defizite viel Segen fließen kann?

Ein lieber Freund sagte: ‚Es gibt Situationen, da musst du das eigene Vermögen und Unvermögen, die eigene Empfindlichkeit zurücknehmen – damit das Ganze voran gebracht wird‘.

 

 

 

 

Weibliche Intuition

Sie spielt nur eine Nebenrolle. Wir wissen nicht einmal, wie sie heißt. In einem einzigen Vers wird sie in der Bibel erwähnt (Matthäus 27, 19): Die Frau des Pilatus!

Die Stimmung war aufgeheizt in Jerusalem. Pontius Pilatus – der römische Statthalter – hat sich gequält mit dem Prozess um Jesus Christus. Wie sollte er entscheiden? Nach römischem Recht oder so, wie das Volk es verlangte?

Seine Frau wird gespürt haben, dass ihr Mann unruhig war. Wenn man lange verheiratet ist, dann spürt man, wie es dem anderen zumute ist. Vielleicht hatten sie auch darüber gesprochen.

Und dann – in der Nacht vor dem Prozess – wacht die Frau des Pilatus mit einem komischen Gefühl auf. Sie hat wild geträumt, kaum geschlafen – sie hat so eine Ahnung, ihr Mann könne einen schlimmen Fehler begehen.

Wie ist das mit den Träumen?  Man sagt, in ihnen komme manches hoch, was wir gerne verdrängen, sie verarbeiten das Erlebte. Man sagt im Talmud, wenn man die Träume vernachlässigt, könne man ebenso gut seine Post ungeöffnet liegen lassen! – Wie ist das mit den Träumen und mit der Intuition einer Frau?

Die Frau des Pilatus ist aufgewühlt. Sie schickt ihrem Mann eine Nachricht, mitten in den Prozess, mitten in seine hochwichtigen Geschäfte. Sie wird getrieben von dem, was da in ihr angetippt worden ist in der Nacht! Sie kann nicht anders!

Die Stimme der Frauen ist super-wichtig. Frauen haben eine feine Antenne. Sie haben einen eingebauten Seismographen, mit dem sie spüren, wie sich etwas entwickelt, ob etwas dem Leben gut tut oder Leben gefährdet. Warum halten wir uns oft zurück mit dem, was wir als richtig und wichtig erkannt haben, mit unserer Intuition, dieser wertvollen Begabung. Unsere Stimme ist wichtig für alles Zusammenleben, für die Zukunft dieser Welt.

Wie oft habe ich in letzter Zeit gedacht: Wenn du doch geredet hättest!

Man muss manchmal das Weite suchen, um das Naheliegende zu finden

Gute Freunde sind sie, der Tiger und der Bär.  Sie leben in einem Häuschen,  unweit von einem Fluss entfernt. Eines Tages fischt der Bär, der ein leidenschaftlicher Angler ist,  eine leere Holzkiste aus dem Fluss. Darauf steht ‚Panama’ geschrieben. Der Bär schnuppert an der Kiste. Sie riecht nach Bananen. Der Bär beschließt, dass Panama das Land seiner Träume sei, ein Ort, an dem alles schöner und besser ist als Zuhause.

Der Bär und der Tiger (mit seiner kleinen Tigerente) machen sich auf. Sie sind lange unterwegs und kommen nach manchen Irrwegen schließlich wieder in ihrem alten Zuhause an, ohne es zu wissen.

Alles ist inzwischen zugewachsen und verwittert, nicht wiederzuerkennen.  Vor dem Haus liegt der alte Wegweiser mit der Aufschrift ‚Panama’. Bär und Tiger glauben sich am Ziel, reparieren das Haus, machen alles schön und sind überglücklich, nun endlich im Land ihrer Träume zu sein!!

 

‚Oh, wie schön ist Panama’. Ich liebe diese Geschichte von Janosch, der einmal gesagt hat: ‚Jeder lebte schon immer im Paradies, hat es nur nicht gewusst!’

Vielleicht müssen wir auf vielen Wegen und Umwegen neu sehen und lieben lernen, was wir alles haben, welche Chancen für uns bereitliegen.

Vielleicht müssen wir manchen Menschen in unserer Nähe neu entdecken, um zu erkennen, wie wertvoll er ist.

Vielleicht müssen wir das Selbstverständliche neu schätzen und genießen lernen,

im Kleinen das Große entdecken, hinter dem Beschwerlichen den Reichtum wahrnehmen.

 

Das Land der Träume ist keine Frage von Kilometern, wir tragen es längst in uns. Wir entscheiden, wie wir das Vorfindliche beurteilen und gestalten.

Was unsere Sehnsucht sucht, das finden wir ganz in der Nähe – wenn wir erst einmal anfangen, den nahen Gott zu spüren.

‚Jeder lebte schon immer im Paradies, hat es nur nicht gewusst!’

 

In diesem Sinne wünsche ich uns allen gute Entdeckungen

Ihre/Eure Heidrun Kuhlmann